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Fachliche Ausrichtung braucht ein Datenfundament: Zuerst die Expertenreserve zählen

Kernaussage: Bei der Begründung von Investitionsrichtungen in Fachdisziplinen fehlt durchgängig ein grundlegender Schritt – die quantitative Bestandsaufnahme der Expertenreserve. Anhand von drei Abfragedimensionen öffentlicher Profile (Fakultät, Fachgebiet, Ebene) lässt sich die „Expertenreserve“ vo

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Kernaussage: Bei der Begründung von Investitionsrichtungen in Fachdisziplinen fehlt häufig ein grundlegender Schritt – die quantitative Bestandsaufnahme der Expertenreserve. Anhand der drei Abfragedimensionen öffentlicher Profile (Fakultätsbereich, Fachgebiet, Ebene) lässt sich die „Expertenreserve“ von einem vagen Eindruck in vergleichbare Zahlen verwandeln. Daten dienen als Entscheidungsreferenz; die endgültige Abwägung liegt im Ermessen der Verantwortlichen.

1. Ursprung des Problems

In Diskussionen zur Fächerstruktur ist die häufigste Argumentationsweise eine erfahrungsbasierte Aussage: „Diese Richtung hat gute Perspektiven“ und „Wir haben in diesem Bereich bereits Vorarbeit geleistet“. Doch sowohl „Perspektive“ als auch „Vorarbeit“ entbehren einer überprüfbaren Zwischengröße:Wie hoch ist die Reserve an hochrangigen Experten in dieser Richtung tatsächlich?

2. Drei Abfragedimensionen

Die Umfangsstatistik und die Kategorieabfragen der MuchSci-Talentprofile bieten drei Dimensionen für die Bestandsaufnahme:

Nach Fakultätsbereich – die Zahl der erfassten Experten je Fakultätsbereich; auf einen Blick ist erkennbar, wo es stark und wo es schwach besetzt ist;

Nach Fachgebiet – wie viele Akademiemitglieder und herausragende junge Forschende es in einem Teilgebiet eines Fakultätsbereichs (z. B. Computer Vision) jeweils gibt; die Kategorieabfrage liefert die Zahlen direkt;

Nach Ebene – Akademiemitglieder und herausragende junge Forschende werden getrennt gezählt; die Stärke an der Spitze und die der tragenden Mitte lassen sich getrennt betrachten.

3. Ein technisches Detail

Die Zuverlässigkeit von Statistiken zur großflächigen Verteilung hängt von der Zählweise ab. Die Umfangsstatistik der Profildatenbank führt die Zählung direkt aus, ohne von der Obergrenze von 100 Treffern pro Suche betroffen zu sein – das bedeutet, dass auch eine Bestandsaufnahme über die gesamte Datenbank hinweg genau berechnet werden kann und nicht nur „die ersten hundert Treffer angeschaut“ werden.

4. Von Daten zu Entscheidungen

Referenzablauf in vier Schritten: Expertenreserve zählen → mit Projektjahren die Aktivitätstrends betrachten → mit bestehenden Investitionsrichtungen abgleichen → Entscheidungsempfehlungen formulieren. Zwei Grenzen müssen genannt werden: Erstens umfassen die Profile ausschließlich öffentliche, in die Datenbank aufgenommene Profile; sie beantworten „wie viele Personen es gibt“, aber nicht „wie viel investiert werden sollte“. Zweitens betreffen Investitionsentscheidungen Ressourcen und Strategie; die endgültige Beurteilung liegt bei den Verantwortlichen.

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