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Talentprofil × KI-Agent: Ein Satz rein, ein Dokument raus

Bei der Personensuche sieht es zunächst nach einer einzigen Frage aus: „Recherchier mir doch bitte, was es zu diesem Professor gibt.“ Doch wer das schon einmal selbst gemacht hat, weiß: Es ist nie nur eine Frage, sondern eine ganze Kette von Arbeitsschritten – erst festlegen, wer überhaupt recherchi

TalentprofilAgentAufgabenausführung

Bei der Suche nach Personen sieht es zunächst wie eine einzige Frage aus: „Kannst du mir etwas über diesen Professor herausfinden?“ Doch wer das tatsächlich schon einmal gemacht hat, weiß: Es ist nie nur eine Frage, sondern eine ganze Kette von Arbeitsschritten – zuerst den Kreis der zu recherchierenden Personen und die gewünschte Granularität festlegen, dann Namen, Einrichtung und Werdegang anhand öffentlich zugänglicher Quellen Punkt für Punkt abgleichen, passende Angaben in einem Profil zusammenstellen und nicht passende getrennt kennzeichnen; zum Schluss muss man noch selbst prüfen, ob ein Schritt übersprungen wurde. Bei manueller Ausführung dieses Prozesses besteht das häufigste Problem nicht darin, dass ein einzelner Schritt falsch gemacht wird, sondern darin, dass im Laufe der Arbeit ein Schritt ausgelassen wird und man später nicht mehr sagen kann, wie damals abgeglichen wurde.

MuchSci hat die Talentprofil-Funktion nicht ohne Grund im Agentenassistenten verortet: Ein Profil zu erstellen ist eine Kette von Aufgaben, und der Agent ist genau die Rolle, die diese Kette vollständig abarbeitet und die Ergebnisse in Dateien überführt.Dieser Beitrag schlüsselt genau diese Aufgabenkette auf.

01 Eine Eingabe hinein, dahinter eine ganze Aufgabenkette

Schauen wir zuerst, aus welchen Schritten diese Aufgabenkette besteht.

▲ Abb. 1|Vom Festlegen des Suchbereichs bis zur Selbstprüfung und Ablage: Hinter einem Profil steht eine Aufgabenkette aus vier Schritten

Der erste Schritt legt den Recherchebereich fest: Wer soll untersucht werden, und in welcher Granularität – das muss zuerst klar abgegrenzt werden, um nicht ziellos eine Menge gleichnamiger Treffer einzusammeln. Der zweite Schritt prüft einzeln nach: Name, Einrichtung und Werdegang werden Punkt für Punkt mit öffentlich zugänglichen Quellen abgeglichen; das ist die harte Hürde des gesamten Prozesses. Der dritte Schritt ist die strukturierte Ausgabe: Die Datensätze, die die Hürde bestanden haben, werden in vier Kategorien von Feldern aufgeteilt – Grunddaten, Ausbildung, beruflicher Werdegang und wichtigste Forschungsergebnisse, und daraus entsteht ein Profil. Der vierte Schritt sind Selbstprüfung und Ablage: Die Abgleichsergebnisse werden noch einmal selbst geprüft, anschließend werden die Ergebnisse in Dateien zusammengeführt und übergeben.

Der Wert des Agenten liegt nicht darin, in einem einzelnen Schritt besonders klug zu sein, sondern darin, die gesamte Aufgabenkette in einem Durchlauf abzuarbeiten, ohne einen Schritt auszulassen. Genau die beiden Schritte Selbstprüfung und Nachvollziehbarkeit werden bei manueller Arbeit am ehesten übersprungen – sie erzeugen keine neuen Informationen, entscheiden aber darüber, ob man die Ergebnisse bedenkenlos verwenden kann.

02 Einmalige Frage-und-Antwort und eine Aufgabenkette

Wo liegt der Unterschied, wenn dieselbe Anforderung einmal an eine einmalige Frage-und-Antwort und einmal an eine Aufgabenkette geht?

▲ Abb. 2|Frage-und-Antwort liefert ein paar Sätze; eine abgeschlossene Aufgabenkette liefert eine Reihe von Dateien, die ihre Quellen offenlegen

Die Form der einmaligen Frage-und-Antwort ist „eine Frage, eine Antwort“: Nach der Antwort ist Schluss, ob geprüft wurde, weiß man nicht; bei Mehrdeutigkeiten wird vage darüber hinweggegangen; wenn man etwas zurückverfolgen will, bleibt nur das Durchsuchen des Chatverlaufs. Bei Arbeiten wie Personenprofilen liegt das Problem oft nicht in einer „falschen Antwort“, sondern darin, dass sich nicht sagen lässt, „wie man zu ihr gekommen ist“.

Eine Aufgabenkette beantwortet diese Punkte jeweils explizit: Die Prüfung ist ein ausdrücklicher Schritt, der punktuelle Abgleich wird dokumentiert; was nicht übereinstimmt, wird als „zu prüfen“ markiert, statt eine Antwort zu erzwingen; geliefert werden Dateien, der Prozess ist nachvollziehbar festgehalten und lässt sich später zurückverfolgen. Auch hier gilt „eine Eingabe hinein“, doch heraus kommt etwas, das sich in offizielle Unterlagen aufnehmen lässt.

03 Es gibt drei Lieferergebnisse, nicht nur ein Profil

Betrachtet man die Übergabe genauer, umfasst das Ergebnis mehr als nur das Profil.

▲ Abb. 3|Das fertige Produkt dient der Nutzung, die Belege dienen der Prüfung, die Nachvollziehbarkeit erklärt, „wie es dazu kam“

Das erste ist das fertige Profil, der eigentliche strukturierte Profilinhalt mit vier Feldkategorien, direkt einsatzbereit. Das zweite sind die Prüfbelege: Angaben zu den Datenquellen, der Status der einzelnen Abgleiche sowie eine Liste der nicht übereinstimmenden, noch zu prüfenden Punkte – jeder Eintrag im Profil lässt sich bis zu seiner Quelle zurückverfolgen. Das dritte ist die Prozessdokumentation: welcher Recherchebereich festgelegt wurde, in welchen Schritten die Aufgabe ausgeführt wurde und was die Selbstprüfung ergeben hat.

Erst alle drei zusammen machen es möglich, das Profil bedenkenlos in offizielle Unterlagen aufzunehmen. Was Sicherheit im Einsatz gibt, ist nie das Profil selbst, sondern die beiden anderen Teile: Die Belege machen jeden Eintrag überprüfbar, die Dokumentation macht die Herkunft des gesamten Profils nachvollziehbar.

In dieser Arbeitsteilung gibt es noch eine leicht zu übersehende Trennlinie: die Frage, welche Schritte an die Maschine gehen und welche beim Menschen bleiben.

▲ Abb. 4|Der Agent übernimmt die deterministischen Ausführungsschritte, der Mensch behält die urteilsabhängigen Schritte – ohne Überschreitung der Grenzen

Der MuchSci-Agent übernimmt die Ausführungsseite: Er recherchiert innerhalb des festgelegten Bereichs Person für Person, gleicht einzeln ab, teilt die geprüften Datensätze in Felder auf und überführt sie in Dateien zur Übergabe – für diese Dinge gibt es klare Richtig-falsch-Kriterien; vollständig und ohne ausgelassenen Schritt abgearbeitet zu haben, ist das Qualitätskriterium. Der Mensch behält die Beurteilungsseite: Wer recherchiert wird und in welcher Granularität, entscheidet der Mensch; was mit den zu prüfenden Datensätzen geschieht, liegt im Ermessen des Menschen; wie das Profil verwendet und welche Schlüsse daraus gezogen werden, bleibt der Einschätzung der Nutzenden überlassen. „Eine Eingabe hinein, eine Datei heraus“ beschreibt die Ausführungsseite – auf der Beurteilungsseite bleibt stets eine Mensch-Maschine-Grenze.

04 Funktionsoberfläche: Aufgabe abgeschlossen, Lieferung als Datei sichtbar

Wie es in der Oberfläche aussieht, passt zu dieser Aufgabenkette.


▲ Abb. 5|Agenten-Tab: Nach Abschluss der Aufgabe werden die gelieferten Dateien aufgelistet; Recherchebereich, Ausführungsschritte und Berichtsstruktur stehen direkt in der Übergabebeschreibung

Der Übergabebereich listet die erzeugten Dateien ausdrücklich auf: welche die Hauptübergabe ist, welches Format sie hat, wie viele Seiten sie umfasst; darunter folgt die Erläuterung der Recherchegrundlage – welche Suchabfragen verwendet wurden, wie viele Treffer erzielt wurden, ob alle Zitationsketten geschlossen sind; weiter unten steht die strukturierte Darstellung des Ausführungsprozesses. „Eine Eingabe hinein, eine Datei heraus“ ist in der Oberfläche wörtlich gemeint: Der Eingabebereich am unteren Rand belegt nur eine Zeile, während Dateiliste und Erläuterungen im Übergabebereich über die ganze Seite ausgebreitet sind. Auch die oben erwähnte Mensch-Maschine-Grenze ist in der Oberfläche verortet – der Ausführungsprozess wird unverändert zur Einsicht dargestellt, statt zu einer Blackbox-Schlussfolgerung verpackt zu werden.

05 Grenzen

① Dieser Beitrag beschreibt Funktionsmechanismen und Ausführungsweise und stellt keine Erfolgszusage dar. Die Vollständigkeit eines Profils hängt von der Verfügbarkeit öffentlich zugänglicher Informationen ab; ob eine Aufgabe vollständig ausgeführt werden kann, richtet sich nach der Quellenlage.

② Strukturierung ist keine Bewertung. Profile und Lieferergebnisse sind Aufbereitung und Darstellung öffentlich zugänglicher Informationen und stellen keine Bewertung der Fähigkeiten, Empfehlung oder Fürsprache für irgendeine Person dar; bei Beurteilungen konkreter Personen müssen Nutzende diese selbst überprüfen und die Verantwortung tragen.

③ Es werden ausschließlich öffentlich zugängliche Informationen verwendet. Es werden keine personenbezogenen Privatdaten verarbeitet; bei formellen Verwendungen wie Begutachtung, Zusammenarbeit oder Due Diligence gelten die aktuellen Vorschriften und Verfahren der jeweiligen Einrichtung.

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